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Studiengänge Chinastudien

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Traditionelles Lehren und Lernen in China

Der konsekutive B.A./M.A.-Studiengang „Chinastudien“ wird durch den Arbeitsbereich "Chinastudien/Kultur Chinas" verantwortet. Er verbindet den Erwerb allgemeiner Chinakompetenzen in den Bereichen Geschichte, Kultur und Gesellschaft mit medienwissenschaftlichen sowie philosophischen Schwerpunkten. Im Mittelpunkt steht dabei die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten hinsichtlich des symbolischen Handelns und der kulturellen Repräsentationssysteme chinesischer Akteure und seiner vielfältigen geisteshistorischen und diskurstheoretischen Bezüge und Umweltbeziehungen.

Zudem unterhält der Bereich "Chinastudien/Kultur Chinas" eine Doktoranden- und PostDoc-Klasse, die auf die Promotion im Fach "Chinastudien/Sinologie" hinleitet. Diese Klasse forscht im weiteren Bereich der Medien- und Kulturwissenschaften sowie der Diskurstheorien und Philosophien des Neueren Chinas. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Klasse können sich für akademische Tätigkeiten in all den Bereichen qualifizieren, welche die Verknüpfung von kultur- und medienwissenschaftlichen sowie philosophischen Kompetenzen mit einem fundierten Wissen über die symbolischen Systeme des neueren Chinas mit seinen historischen Herleitungen und gegenwärtigen Vernetzungen erfordern.

Des weiteren verantwortet der Bereich "Chinastudien/Kultur Chinas" auch Veranstaltungen, die im B.A.-Studiengang "Regionalstudien China" bzw. im M.A.-Verbundstudiengang "Regionalstudien China"  den Bereich "Kultur" abdecken. Im einzelnen sind das für den B.A.-Studiengang das Pflichtmodul BM6 (Chinesische Kultur- und Geistesgeschichte) sowie das Wahlpflichtmodul AM3 (Grundlagen des klassischen Chinesisch). Für den M.A.-Verbundstudiengang "Regionalstudien China" handelt es sich um die Wahlpflichtmodule SM2 und SM3 (Medien, Literaturen und Künste Chinas bzw. Philosophie und diskursive Praktiken Chinas).

Die Studierenden aller Qualifikationsstufen sollen im Bereich „Chinastudien“ neben dem Wissenserwerb ein Denken kennenlernen, das über Fächer- und Disziplingrenzen sowie kulturelle Stereotypen hinausblickt und seine Übertragung in die eigene Handlungspraxis in offenen Diskussionsforen einüben. Zugleich sollen bei gleichzeitiger Reflexion der eigenen Perspektive neue Sichtweisen erschlossen werden. Diese zielen - neben der Einübung von Modellen, die durch die Wissenschaften zur Verfügung gestellt werden - vor allem auch darauf ab, die Fähigkeit zu trainieren, entlang neuer Problemstellungen, von denen wir in der Gegenwart teilweise noch überhaupt nicht wissen können, eigene Lösungsmodelle zu entwickeln und somit flexibel auf eine sich gleichermaßen beschleunigende und mit ungeordneten Informationen zugleich immer wieder ausgebremste Lebenswirklichkeit zu reagieren. Die dabei einzuübende pragmatische Mischung aus der für das Erkennen und Beurteilen von Problemen notwendigen Anreicherung mit der sprachlich gebotenen Reduzierung von Komplexitäten stellt eine - in der sich zusehends von vermeintlich festen Wissensordnungen und an dieselben geknüpften Wissenschaftsmodellen verabschiedenden glo/kalisierten Welt - in vielfältigen, nicht ausschließlich auf China bezogenen Berufsfeldern unabdingbare Fähigkeit dar.